Clemens Kirsch Architektur

AHS Baden

STÄDTEBAULICHE ASPEKTE

Die Positionierung des kompakten dreigeschossigen Baukörpers in der nordöstlichen Seite des Bauplatzes ermöglicht einen großzügigen Vorplatz als weitläufigen Begegnungsraum, ebenso wie eine luftige einladende Kommunikationsfläche zwischen den sich gegenüberstehenden Schulbauten.

Der quadratische Solitär wird mittig durch einen großen, offenen Innenhof (30/30m) definiert.

Die vor die Fassade gesetzte Filterschicht lockert die Kompaktheit nach außen hin auf und verleiht der Schule ein differenziertes vielschichtiges Gesicht. Durch ergänzende eingeschnittene Loggien wird dieser Charakter unterstrichen und zusätzliche Tiefe in der Fassade generiert.

Durch die Öffnung der erhöhten Erdgeschosszone lässt der Baukörper im Bereich des Haupteingangs den Vorplatz ins Innere fließen und formiert so den überdachten Eingangsbereich im baumbestandenen Innenhof zu einem multifunktionalen Treffpunkt. Das Herz der Schule kann als Pausen- / und Festhof genutzt werden.

FREIRAUM

Ein Mix aus unbefestigten, befestigten und überdachten Flächen und Baumpflanzungen mit Sitzelementen bietet Platz

für Aktivität, Rückzug, Entspannung und Kommunikation im Freien.

Sowohl auf der Seite des im Zentrum der Schule liegenden Innenhofes, als auch an den außenliegenden Fassaden werden in den beiden Obergeschossen Freibereiche in Form von Balkonen und Loggien angeordnet. Sie eröffnen vielseitige Blickbeziehungen in den umliegenden Freiraum und in den Raum des Innenhofes, sondern bieten auch genug Platz für Unterricht im Freien.

ARCHITEKTONISCHE ASPEKTE

Das kommunikative Herz der Schule bildet der geschossübergreifende Luftraum des Innenhofes.

Er dient nicht nur als natürliche Lichtquelle und Verteilerraum aller Bewegungsstränge, sondern fungiert auch als zentraler Taktgeber der gesamten inneren Raumstruktur.

Durch die enge Verbindung aller Erschließungsflächen mit der offenen Mitte des Baukörpers wird Orientierung bei gleichzeitiger visueller räumlicher Komplexität geschaffen. Die räumlich-funktionale Ausbildung der Schule erfolgt nach dem Prinzip des „Raumes als dritter Pädagoge“ (L. Malaguzzi).

Der umlaufende Erschließungsbereich der Obergeschosse erfährt durch die ihm zugeordneten Raumnischen und vorgelagerten verglasten Loggien nicht nur eine starke Verbindung in den zentral gelegenen Freiraum, sondern auch in den umliegenden Kontext.

Durch die Zusammenführung von Bewegungs- und Aufenthaltsräumen zu einem zusammenhängenden System entsteht ein differenziert gestaltete Erschließungssystem, das die separaten Nutzräume umfließt.

Verfahren

EU-weit offener, einstufiger, Realisierungswettbewerb

Ort

Mühlgasse, 2500, Baden, AT

Auftraggeber

Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.

Planung

2023

NF

ca. 6935 m²

Team

Clemens Kirsch, Maximilian Gömann, Caroline Wolf, Nina Aleydis Millet

Modellbau

mattweiß

Visualisierung

Patricia Bagienski

Pläne

Lageplan
Diagramm - Erschließung
Erdgeschoss - Haupteingangsbereich/Aula
1. Obergeschoss - Sonderunterricht
2. Obergeschoss - Stammklassenzimmer
Untergeschoss - Sporthallen
Schnitte
West/Süd-Ansicht
Schnittansicht/Materialität der Fassade
Atmosphäre - Haupteingangsbereich/Aula

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